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28. November 2011
(Bild: dam.)
Der EHC Bülach setzte sich gegen den EHC Uzwil erwartungsgemäss mit 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) durch. Die Uzwiler zeigten gegen den Tabellenzweiten allerdings ein starkes Spiel und hätten Punkte verdient gehabt.
REMO BEERLI
In den letzten Spielen war die Bilanz beim EHC Uzwil immer die gleiche. Die Uzen zeigen eigentlich konstant gute Leistungen und halten mit dem Gegner nach Spielanteilen immer mit. Doch am Ende resultierte jedes Mal eine Niederlage. Das war auch gegen den EHC Bülach nicht anders. Die Uzwiler konnten sogar klar mehr Schüsse verzeichnen als der Gegner. Aus 48 Schüssen aufs gegnerische Tor resultierte gerade mal ein Treffer.
Die Chancenauswertung
Auch Roger Bader, der Trainer des EHC Uzwil, sieht hier die grössten Probleme: «Wir machen derzeit einfach unsere Tore nicht. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir ein sehr junges Team sind. Wir müssen da ein wenig Lehrgeld bezahlen.» Das routinierte Heimteam zeigte sich zu Beginn hingegen äusserst effizient. Gleich mit der ersten guten Torchance brachte Künzli die Bülacher nach nur fünf Minuten in Überzahl in Führung.
Schnelle Reaktion
Als Sägesser nach wenigen Sekunden im Mitteldrittel die Führung für die Gastgeber ausbaute, war aus Uzwiler Sicht zu befürchten, dass der EHC Bülach davonziehen könnte. Doch die Spieler von Roger Bader zeigten postwendend eine Reaktion. Adrian Stoob war nämlich nur 17 Sekunden später um den Anschlusstreffer besorgt. Noch vor Spielhälfte konnte Pascal Vögeli aber mit dem 3:1 die Führung für das Heimteam wieder auf zwei Tore ausbauen.
In der Folge übernahmen die Uzwiler mehr und mehr das Spieldiktat. Trotzdem brachten die Gäste in den verbleibenden 30 Spielminuten kein Tor mehr zustande. Vor allem in der Schlussphase übten die Uzen noch einmal viel Druck aus, sündigten jedoch im Abschluss und so blieb es bis zum Schluss beim 3:1.
Trotz der Niederlage sieht Roger Bader aber auch viel Positives: «Aufgrund der vielen Verletzten und Absenzen habe ich mit Claudio Tius und Damon Puntus zwei Elitejunioren erstmals eingesetzt. Sie haben sich problemlos in die Mannschaft integriert und eine sehr gute Leistung gezeigt.» Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass trotz der unglücklichen Niederlagenserie beim EHC Uzwil vieles richtig gemacht wird.
EHC Bülach – Uzwil 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) Kunsteisbahn Hirslen – 359 Zuschauer – Sr. Sereinig (Büsser, Zweidler).
Tore: 6. Künzli (Baumgartner, Schaufelberger, Ausschluss Scherrer) 1:0, 21. Sägesser (Künzli, Baumgartner, Ausschluss Scherrer) 2:0, 21. Stoob (Stüssi) 2:1, 29. Vögeli (Riatsch, Sommer) 3:1.
Strafen: 5mal 2 Min. gegen Bülach plus 10 Min. gegen Riatsch. 5mal 2 Min.gegen Uzwil.
EHC Bülach: Zucchetti; Sägesser, Baumgartner; Siegenthaler, Lamprecht; Eichmann, Solenthaler; Künzli, Auböck, Schaufelberger; Schenk, Basarte, Bentele; Sommer, Riatsch, Vögeli; Eisenegger, Burch, Kobert.
EHC Uzwil: Gallmann; Bischof, Frick; Hofer, Hollenstein; Klopfer, Sinnathurai; Berweger, Sturzenegger; Fehlmann, Bucher, Tius; Stüssi, Stoob, Grau; Puntus, Heid, Scherrer; Hohlbaum, Locher, Fisch.
Bemerkungen: EHC Uzwil ohne Rüfenacht, Swart, Steiner (alle verletzt), Marzan und Koch (nicht zur Verfügung).
Runde 13
PIKES Ob.-TG - HC Ceresio 9:2
EHC Dübendorf - EHC Wetzikon 9:2
EHC Winterthur - EHC Frauenfeld 1:4
HC Chiasso - SC Herisau 1:4
EHC Arosa - EHC Chur 3:8
Tabelle 1. Liga Ost
1. EHC Winterthur 13/32
2. EHC Bülach 13/31
3. EHC Dübendorf 13/24
4. SC Herisau 13/23
5. EHC Chur Cap 13/21
6. HC Chiasso13/19
7. HC Ceresio 13/18
8. EHC Frauenfeld 13/18
9. PIKES Ob-TG 13/17
10. EHC Arosa 13/12
11. EHC Uzwil 13/10
12. EHC Wetzikon 13/9
Die Hoffnung hoch halten
Es spricht zwar nicht mehr viel dafür, dass der EHC Uzwil noch über den direkten Weg in die Playoffs findet. Es wäre aber verfehlt, bereits jetzt zu prognostizieren, dass die Truppe abzuschreiben sei. Sie spielt nämlich fast nur gut, und es fehlt oft sehr wenig zum Erfolg. Dies auch, obwohl seit drei Partien mehrere Spieler verletzungshalber fehlen und die Uzen nicht mehr in jedem Spiel auf die beiden Partnerspieler von den Lakers zurückgreifen können.
Trainer und Spieler dürften sich deshalb über die Aussage eines der Mannschaft nahestehenden Funktionärs besonders freuen, der nach dem verlorengegangenen Spiel gegen Ceresio sagte: «Wenn die Mannschaft weiter so engagiert spielt, werden die Punkte noch eingefahren.»
Vielleicht stehen dann die beiden Jüngsten regelmässig auf dem Eis. Trainer Bader hat nämlich aus der Not eine Tugend gemacht und die beiden Elite-Junioren Tius und Puntus (Jahrgänge 95) in die erste Mannschaft nachnominiert. Und er hat sie nicht nur mitgenommen, um die Getränkeflaschen zu tragen, sondern um mitzuspielen. Die beiden Youngsters konnten zwar nichts gegen die Niederlage tun, aber die Hoffnung stärken, dass mit der nötigen Geduld noch vieles anders, besser kommen wird. (uno.)