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19. Dezember 2011

Von der Paradelinie düpiert

Der EHC Dübendorf setzt sich klar mit 8:2 (2:0, 3:1, 3:1) gegen den EHC Uzwil durch. Die Uzwiler bekundeten dabei vor allem mit dem ersten Block des EHC Dübendorf, der gleich sieben Tore erzielte, grosse Probleme.

REMO BEERLI

Nachdem die Mannschaft von Trainer Roger Bader in dieser Saison schon viele knappe Niederlagen hinnehmen musste, war das Verdikt mit 8:2 dieses Mal äusserst klar. Vor allem die erste Reihe um Viktor Nikolic, Pascal Tiegermann, den ehemaligen Uzwiler Dennis Barts, Pascal Meichtry und Damian Reichert spielte die Uzwiler ein ums andere mal aus. Dies anerkannte auch Roger Bader. «Der erste Block von Dübendorf hat heute den Unterschied gemacht. Wir haben schlicht keine Reihe von solcher Qualität», so der Trainer des EHC Uzwil nach dem Spiel.

Lange ausgeglichen

Zu Beginn der Partie hatte noch wenig darauf hingedeutet, dass in diesem Spiel zehn Tore fallen würden. Denn Pascal Meichtry schoss den Führungstreffer erst in der 16. Minute. Adrian Stoob hatte nach einer schönen Einzelaktion die Chance zum Ausgleich, verfehlte das Tor mit seinem Versuch aber knapp. Praktisch im Gegenzug erzielte Viktor Nikolic mit einem gekonnten Handgelenkschuss über die Schulter von Gallmann im Tor der Uzwiler das 2:0 für die Gastgeber.

Doppelschlag

Auf diesen Rückstand wollten die Gäste im Mitteldrittel reagieren. Tatsächlich kamen die Uzen in dieser Phase zu einigen guten Möglichkeiten, die sie allerdings nicht nutzten. Stattdessen erzielte Tiegermann kurz vor Spielhälfte das 3:0. Als kurz darauf Renato Locher auf 3:1 verkürzen konnte, kam noch einmal Hoffnung auf, dass die Uzwiler doch noch einmal in die Partie finden würden. Aber als Barts und Wilhelm mit einem Doppelschlag innerhalb von wenigen Sekunden das Heimteam mit 5:1 in Führung brachten, war die Partie entschieden.

Schwache Defensive

Das Schlussdrittel geriet mit drei weiteren Toren zum Schaulaufen für die Paradelinie der Gastgeber. Der einzige Lichtblick aus Uzwiler Sicht war dabei der Treffer von Marc Grau. Der 17-Jährige wurde nach dem Spiel für eine trotz der klaren Niederlage engagierte Leistung verdientermassen zum besten Spieler der Uzwiler gewählt. Für Roger Bader lag der Grund für die Niederlage auf der Hand: «Wir waren heute defensiv zu schwach. Meine Spieler haben sich in den Zweikämpfen zu oft auf den Puck anstatt auf den Gegner fixiert. Das kann man sich gegen solch einen starken Gegner nicht erlauben.»

Dübendorf – Uzwil 8:2 (2:0, 3:1, 3:1) Kunsteisbahn Im Chreis – 504 Zuschauer – Sr. Grassi (Tschnett, Büsser).

Tore: 16. Meichtry (Nikolic, Ausschluss Koch) 1:0, 18. Nikolic (Tiegermann) 2:0, 27. Tiegermann (Barts, Lohrer) 3:0, 29. Locher (Steiner) 3:1, 37. Barts (Tiegermann, Reichart, Ausschluss Hollenstein) 4:1, 37. Wilhelm (Dittli) 5:1, 44. Tiegermann (Barts, Nikolic) 6:1, 48. Grau (Hofer) 6:2, 57. Nikolic (Ausschluss Meichtry und Fehlmann) 7:2, 60. Reichart (Nikolic) 8:2.

Strafen: 6mal 2 Min. gegen Dübendorf und 5mal 2 Min. gegen Uzwil.

EHC Dübendorf: Lüdke; Meichtry, Reichart; Lohrer, Stettler; Bernard, Hiltebrand; Trippel; Tiegermann, Nikolic, Barts; Vesely, Müller, Wüst; Pieroni, Wilhelm, Matti; Röthlisberger, Dittli.

EHC Uzwil: Gallmann (41. Hutter); Bischof, Sturzenegger; Marzan, Hollenstein; Klopfer, Hofer; Steiner; Frei, Bucher, Heid; Stoob, Stüssi, Fisch; Fehlmann, Koch, Scherrer; Locher, Sinnathurai, Grau.

Bemerkungen: Uzwil ohne Swart und Rüfenacht (beide verletzt), Frick (U-18 Nationalmannschaft).

Runde 17

EHC Dübendorf - EHC Uzwil 8:2

EHC Winterthur - EHC Bülach 3:4
EHC Chur - Pikes Ober-TG 3:4
EHC Frauenfeld - SC Herisau 3:1
HC Ceresio - EHC Wetzikon 5:3
HC Chiasso – EHC Arosa 4:2

Tabelle 1. Liga Ost

1. EHC Winterthur 17/38
2. EHC Bülach 17/36
3. EHC Dübendorf 17/32
4. SC Herisau 17/30
5. EHC Frauenfeld 17/27
6. Pikes Oberthurgau 17/26

7. EHC Chur Capricorns 17/25
8. HC Ceresio 17/24
9. HC Chiasso 17/22
10. EHC Arosa 17/17
11. EHC Uzwil 17/16
12. EHC Wetzikon 17/13

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Kommentar

Durchbruch geschafft

Gegen den EHC Dübendorf war Nicolas Marzan vom Partner-Team Rapperswil-Jona mit von der Partie. Auf den ersten Blick ist dies nichts Spezielles, denn der 21jährige Verteidiger spielte schon in den vergangenen beiden Saisons regelmässig als Leihgabe für den EHC Uzwil. Dieses Jahr ist das allerdings etwas Besonderes, denn Marzan erarbeitete sich in den letzten Monaten einen Platz im Kader der ersten Mannschaft des SC Rapperswil-Jona und spielte dort bereits 16 Spiele.

Weil in der National League A der Spielbetrieb wegen einer Nationalmannschaftspause ruht, konnte Marzan gegen Dübendorf für Uzwil spielen. «Ich wollte immer einmal in der National League A spielen. Für mich geht damit ein grosser Traum in Erfüllung», sagte Marzan nach der Partie. Trotz diesen Erfolgen bleibt Marzan auf dem Boden. «Ich muss noch viel hinzulernen und kann den Platz im Team nicht als garantiert hinnehmen», so der 21-Jährige. Wichtig waren für Marzan auf dem Weg in die höchste Liga der Schweiz die Einsätze in Uzwil. «Ich habe hier meine Erfahrungen im Erwachsenen-Hockey gemacht. Von der Arbeit von Roger Bader, der mit den vielen jungen Spielern einen tollen Job macht, habe ich viel profitiert.» (reb.)

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