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12. Januar 2012
Cédric Fehlmann (links) versucht Ceresios Topskorer Danny Masa zu stoppen. (Bild: dom.)
Der EHC Uzwil verliert im Heimspiel gegen den HC Ceresio knapp mit 2:3 (1:2, 0:1, 1:0). Den Uzwilern gelang es trotz eines starken Schlussdrittels nicht mehr, den Rückstand aus den ersten beiden Spielabschnitten wettzumachen.
REMO BEERLI
Am Ende der Partie gab es beim EHC Uzwil die gleichen Dinge zu beklagen wie schon so oft diese Saison. Im Schlussabschnitt dominierte das Heimteam zwar über weite Strecken und erspielte sich reihenweise gute Torchancen. Doch die Uzen nutzten nur eine dieser Möglichkeiten und schafften es nicht mehr, den Spielstand auszugleichen. Das sah auch Roger Bader, der Trainer des EHC Uzwil, so: «Im Schlussdrittel lautete das Schussverhältnis 17:3 zu unseren Gunsten, und trotzdem erzielten wir nur ein Tor. Das sagt eigentlich schon alles darüber aus, weshalb wir verloren haben.» Mit einer Ausnahme hat der EHC Uzwil noch nie ein Spiel gewonnen, wenn er nicht vier Tore geschossen hatte.
Guter Start
Dabei hatte die Partie für die Uzwiler gut begonnen. Simon Scherrer brachte das Team von Roger Bader schon bei der ersten Gelegenheit in Überzahl in Führung. Danach mussten die Uzwiler aber gleich zweimal in Folge in Unterzahl agieren. Gegen das starke Powerplay der Gäste schien der EHC Uzwil auf ziemlich verlorenem Posten zu stehen, und so gelang Bianchi nach neun Spielminuten der Ausgleich für den HC Ceresio. Kurz vor Ende des ersten Drittels bekamen die Tessiner eine weitere Möglichkeit, ihre Qualitäten im Powerplay unter Beweis zu stellen. Schena erzielte zwei Sekunden vor Ablauf der Überzahl tatsächlich den Führungstreffer für Ceresio
Entscheidung im Mitteldrittel
Im zweiten Drittel wogte das Spiel hin und her. Beide Teams besassen ihre Möglichkeiten, von denen sie zunächst allerdings keinen Gebrauch machen konnten. Erst acht Sekunden vor Drittelsende erhöhte Danny Masa auf 1:3 für die Gäste. «Im nachhinein war dieser Treffer entscheidend. Aus unserer Sicht war er sehr ärgerlich, denn wir besassen in dieser Phase auch unsere guten Chancen», analysierte Roger Bader nach dem Spiel.
Im Schlussabschnitt und vor allem in den letzten zehn Minuten der Partie setzten die Uzwiler ihren Gegner unter Dauerdruck und kamen zu vielen guten Möglichkeiten.
Wieder die Chancenauswertung
Simon Scherrer gelang mit seinem zweiten Treffer des Abends erst fünf Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer. Die Gastgeber setzten in der verbleibenden Spielzeit alles daran, das Spiel doch noch auszugleichen. Obwohl Goalie Juliano Gallmann für die letzte Minute noch einem sechstem Feldspieler Platz machte, wollte der Ausgleich aber nicht mehr fallen. Roger Bader meinte zum Schlussabschnitt: «Obwohl es nicht mehr zum Ausgleich gereicht hat, war es sehr wichtig, dass die Mannschaft im dritten Drittel eine solch starke Reaktion auf den Rückstand gezeigt hat.»
Uzwil – Ceresio 2:3 (1:2, 0:1, 1:0) Uzehalle – 296 Zuschauer – Sr. Riedi (Baum, Haag).
Tore: 4. Scherrer (Rüfenacht, Fehlmann, Ausschluss Rogger) 1:0, 10. Bianchi (Vassalli, Ausschluss Klopfer) 1:1, 20. Schena (Vasalli, Masa, Ausschluss Sinnathurai) 1:2, 40. Masa (Bianchi) 1:3, 56. Scherrer (Stüssi, Ausschluss Ruspini) 2:3.
Strafen: 5-mal 2 Min. gegen Uzwil und 5-mal 2 Min. gegen Ceresio.
EHC Uzwil: Gallmann; Bischof, Hollenstein; Rüfenacht, Hofer; Sturzenegger, Steiner; Klopfer; Fehlmann, Bucher, Heid; Stoob, Stüssi, Scherrer; Frei, Frick, Grau; Locher, Sinnathurai, Fisch.
HC Ceresio: Mantegazzi; Schena, Mengoni; Voneschen, Suter; Rogger; Cerinotti, Masa, Gianella;Margonar, Marcati, Vanetti; Bianchi, Vasalli, Ruspini.
Bemerkungen: Uzwil ohne Swart (verletzt).
EHC Dübendorf - EHC Winterthur 2:6
HC Chiasso - EHC Chur 3:1
Pikes Ober-TG - EHC Wetzikon 5:4 n.V.
EHC Bülach - SC Herisau 2:3
EHC Arosa - EHC Frauenfeld 5:2
1. EHC Winterthur 21/50
2. EHC Bülach 21/42
3. SC Herisau 21/39
4. EHC Dübendorf 21/38
5. EHC Frauenfeld 21/35
6. Pikes EHC Oberthurgau 21/31
7. EHC Chur Capricorns 21/29
8. HC Chiasso 21/28
9. HC Ceresio 21/27
10. EHC Arosa 21/23
11. EHC Uzwil 21/22
12. EHC Wetzikon 21/14
Ungewohnte Position
Zum Spieler des Abends vom EHC Uzwil wurde nicht zum erstenmal der erst 17-jährige Lukas Frick gekürt. Er überzeugte also auch auf einer für ihn ungewohnten Position. Frick spielte nicht wie gewohnt in der Verteidigung, sondern im Sturm als Center. Roger Bader sagte zu Fricks ungewohnter Position: «Das war ein Versuch. Frick hat schon im Schlussdrittel gegen Frauenfeld im Sturm gespielt und dort eine gute Leistung gezeigt. Für das Team hat sich dieses Experiment aber nicht gelohnt, denn er hat uns heute in der Verteidigung gefehlt.»
Diese Aussage des Trainers zeigt, welche wichtige Rolle Frick in diesem Team einnimmt. Ein weiteres Beispiel dafür ist, dass Frick in der Schlussphase gegen Ceresio als sechster Feldspieler für den Goalie eingewechselt wurde. Normalerweise wird in einem solchen Fall der beste Spieler aufs Feld geschickt, der sich noch nicht auf dem Eis befindet.
Wenn ein so junger Spieler in einer 1.-Liga-Mannschaft eine so wichtige Rolle übernimmt, stellt sich natürlich die Frage, wie weit er es noch bringen kann. Dazu meint Roger Bader: «Lukas Frick hat das Potenzial, in der NLA zu spielen. Dasselbe gilt für Marc Grau und Lars Frei, unsere anderen beiden talentierten Spieler mit Jahrgang 1994. (reb.)