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Mit diesem «Big Save» verhinderte Juliano Gallmann einen neuerlichen Rückstand und zählte am Schluss mit zu den Matchwinnern. (Bild: uno.)
Der EHC Uzwil gewinnt dank einem starken Schlussdrittel gegen den EHC Arosa mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0). Damit sichert er sich mit dem zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen den Ligaerhalt.
REMO BEERLI
Gross war nach dem Abpfiff der Partie die Erleichterung und die Freude der Spieler, der Trainer und der Fans über den Ligaerhalt. Für ein Team, das zu einem grossen Teil mit unerfahrenen Junioren in die Saison gestartet ist, ist der Verbleib in der 1. Liga als Erfolg zu verbuchen und kann nicht als selbstverständlich angesehen werden.
Ausgangslage war schwierig
Das bestätigt auch Roger Bader, der Trainer des EHC Uzwil: «Da wir mit einem sehr unerfahrenem Team in die Saison gestartet sind, habe ich ehrlich gesagt gewusst, dass wir wohl gegen den Abstieg spielen werden. Ich habe darum immer die Resultate des EHC Wetzikon genau mitverfolgt. Denn Wetzikon und wir waren in dieser Gruppe auf dem Papier die beiden schwächsten Teams. Zum Fernduell um den Ligaerhalt zwischen Wetzikon und uns ist es tatsächlich auch gekommen. Wir konnten uns verdient durchsetzen, da wir Wetzikon in dieser Saison viermal geschlagen haben.»
Über weite Teile des Spiels gegen Arosa deutete allerdings wenig darauf hin, dass Uzwil sich den Ligaerhalt schon in dieser Partie würde sichern können. Nach einem ansprechenden Start in die Partie schlichen sich bei den Gastgebern immer mehr Fehler ein. Der EHC Arosa vermochte sich seinerseits nach einem harzigen Start zu steigern und war insbesondere im zweiten Drittel die stärkere und abgeklärtere Mannschaft. So brachte Sandro Schett die Bündner kurz vor Spielmitte nicht unverdient in Führung.
Ausgleich dank Vitaminspritze
Wie Roger Bader bestätigt, war die Stimmung bei den Uzwilern nach den ersten zwei Dritteln ziemlich negativ. Sie haderten damit, dass ihnen nichts gelingen wollte. «In der zweiten Pause wurden wir Trainer laut und schafften es zusammen mit den Spielern, die negative Einstellung in eine
Gallmanns Schlüsselparade
In der Folge dominierte das Heimteam die Partie und kam zu mehreren Möglichkeiten. Der EHC Arosa blieb allerdings bei Kontern sehr gefährlich. Bei der besten dieser Konterchancen verhinderte Gallmann im Tor der Uzwiler mit einer starken Parade gegen den alleine anstürmenden Schlup von Arosa einen neuerlichen Rückstand. Besser machte es Steve Fisch, der gut zwölf Minuten vor Schluss in Überzahl die Uzwiler erstmals in Führung brachte. In der Folge kontrollierten die Uzen das Spiel und liessen nichts mehr zu. So konnten sie sich schliesslich über den Ligaerhalt freuen konnten.
EHC Uzwil - Arosa 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) Uzehalle – 345 Zuschauer – Sr. Boverio (Ströbel, Betschart).
Tore: 27. Schett (Pfister, Schmid) 0:1, 42. Frei (Frick) 1:1, 48. Fisch (Fehlmann, Heid, Ausschluss Marugg) 2:1.
Strafen: 2mal 2 Min. gegen Uzwil und 5mal 2 Min. gegen Arosa.
EHC Uzwil: Gallmann; Rüfenacht, Stüssi; Klopfer, Bischof; Hofer, Hollenstein; Steiner, Sturzenegger; Scherrer, Frick, Rüfenacht; Fehlmann, Bucher, Heid; Frei, Sinnathurai, Fisch; Locher, Frei, Grau.
EHC Arosa: Klingler; Kühne, Tischhauser; Figini, Kuppelwieser; Marugg, Tischhauser; Brun; Ziegler, Bigliel, Bonorand; Pfister, Schett, Rietberger; Schlup, Mazza, Hostettler; Capaul, Schmid.
Bemerkungen: Uzwil ohne Swart (verletzt), Marzan und Koch (keine Freigabe).
Der EHC Uzwil lud zu seinem zweitletzten Heimspiel seiner ersten Mannschaft die Sponsoren zu einem «Dankeschön-Apéro» ein. Der Einladung folgten rund 20 Personen, und sie genossen es, im VIP-Zelt verwöhnt zu werden. Es wurde rege diskutiert und seitens des Vereinspräsidenten Jürg Grau informiert.
Grau zeigte sich stolz, dass der EHC Uzwil auf so treue Sponsoren zählen darf und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieser Zustand anhalte. «Der Eishockey spielende Nachwuchs ist in erster Linie Profiteur eines Vereinssponsorings. Wenn wir den Jungen etwas bieten können, bekommen wir später alle etwas zurück.»
Am Apéro war auch Helmsponsor Markus Mahler. Er machte dem EHC Uzwil Mut, vermehrt die Gewerbler um Unterstützung zu bitten. «Das Uzwiler Gewerbe steht zu einem grossen Teil hinter dem EHC. Es muss aber zum Mitmachen motiviert werden. (uno.)
EHC Uzwil - EHC Arosa 2:1
EHC Wetzikon - HC Ceresio 5:1
Rangliste
1. EHC Arosa 4/28
2. HC Ceresio 4/28
3. EHC Uzwil 4/25
4. EHC Wetzikon 4/17
EHC Winterthur – EHC Chur
Best-of-5: 3:0
EHC Dübendorf – HC Chiasso 0:2
Best-of-5: 1:3
EHC Bülach – Pikes Ober-TG 4:3
Best-of-5: 3:2
EHC Frauenfeld – SC Herisau 3:4
Best-of-5: 2:3
EHC Winterthur (1.) – HC Chiasso (7.)
Best-of-5: 0:0
EHC Bülach (3.) – SC Herisau (5.)
Best-of-5: 0:0
Vorbild der besonderen Art
Wenn man während eines Meisterschaftsspiels direkt neben den Spielern an der Bande fotografieren darf, so muss dies als Privileg betrachtet werden. Es ist zwar verbunden mit der Gefahr, irgendwann einmal einen Puck ins Gesicht geschossen oder bei Zweikämpfen an der Bande mit dem Stock eines Spielers Kontakt zu bekommen.
Die grösste Herausforderung für einen Fotografen, der auch noch der schreibenden Zunft angehört, ist, nichts was in seinem Umfeld geschieht, zu sehen und zu hören, um dies später journalistisch zu verwenden.
Für einmal sei eine Ausnahme gemacht. Denn was während des letzten Drittels im Spiel gegen Arosa an der Bande beim EHC Uzwil abging, war besonders eindrücklich: Konzentriert kamen die Spieler aus der Kabine, um gleich von Assistenztrainer Enzo Pinelli zu Höchstleistung motiviert zu werden. Pinelli beschwörte die Akteure zum Glauben an sich selbst und an die eigenen Fähigkeiten.
Roger Bader kam nur wenig nach seinem Assistenten in die Mannschaftszone und doppelte sogleich nach. Bader coachte im letzten Drittel so wie früher. Seine Anweisungen waren bestimmt, nichts schien ihm zu entgehen. Das Feuer in seinem Engagement übertrug sich auch auf die Spieler, die in 20 Minuten aus einem Rückstand einen Vorsprung erspielten und sich so den Sieg sicher stellten und den Ligaerhalt verdienten.
Einen speziell grossen Anteil an diesem Erfolg hatte am Dienstagabend aber auch ein Spieler, René Stüssi. Auf dem Eis war der Vollblutstürmer als Verteidiger ein sicherer Wert. Hinter der Bande zeigte der Routinier zudem grosse Mannschafts-Dienlichkeit. Er motivierte in den kurzen Pausen seine Mitspieler in beeindruckender Manier, um sogleich auf dem Eis das beste Beispiel abzugeben. (uno.)