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«Die Farben der Uzehalle sind uns nicht egal!»

Ein Interview mit dem unserem Präsidenten Philipp Herzog über die Sanierung der Uzehalle und deren Farbkonzept bringt die Hoffnung zurück, dass die "Uzwiler Farben" doch noch zum Zuge kommen werden.



Philiipp Herzog, in der Vorschau der Gemeinde für dieses Jahr wurden Sie zitiert, dass das Farbkonzept für Sie und den Vorstand zweitrangig seien. Das macht den Anschein, dass sie mit den Pententen und den vielen Unterzeichnern nicht gleicher Meinung sind und Ihnen das Farbkonzept eigentlich nicht wichtig ist. Philipp Herzog: "Es kann in diesem Wortlaut so verstanden werden. Mir und dem Vorstand ist und war das Farbkonzept der Uzehalle nicht gleichgültig. An einer ersten Sitzung mit der Gemeinde, rund 18 Monate vor der ursprünglich für Mai 2020 geplanten Abstimmung, habe ich damals nachgefragt: 'Warum grün und nicht blau'. Aber ich merkte schnell, dass man das Farbkonzept nicht mehr ändern wollte. Daher haben wir diesen Punkt abgehakt. Primär wichtig war und ist für den EHC Uzwil, dass die Uzehalle saniert wird und wir dadurch für die nächsten Jahrzehnte eine Eishalle zur Verfügung haben. Dass Vereinsmitglieder, im Zusammenhang mit dem Farbkonzept die Initiative ergriffen haben, ist natürlich legitim." Hätte der Vorstand dem Aussehen der Halle nicht eine höhere Bedeutung geben müssen? "Natürlich sind die Hallenfarben für uns sehr wichtig, vor allem dann, wenn sie für unsere Vereinsfarben störend wirken. Mit den 'Gelb/Blau/Weiss' sind viele Emotionen verbunden. Es sind seit 80 Jahren unsere Clubfarben, welche aus dem Gemeindewappen übernommen wurden. In erster Linie war es uns aber ein Anliegen, dass es bauliche Verbesserungen gibt, welche auch unserem Club zugute kommen, und dass die Hallen-Sanierung vom Volk bewilligt wird."

Die Mustertafel für die Hallenfarben standen schon seit 2010 vor der Eishalle. Hätte der EHC Uzwil nicht schon früher etwas dagegen unternehmen sollen? "Vielleicht. Ich weiss nicht, ob die damaligen Vorstandmitglieder sich dieser Sache damals angenommen und nachgefragt hatten. Dazu muss ich auch sagen, dass das Fassadenmuster bis August 2020 aus Kunststoff war und eine andere, dezentere Farbtonierung aufwies. Durch das neue Material Glas und den knalligen Farben bekam die Fassade ein vollständig neues Farb- und Materialkonzept." Kann die Petition die Zusammenarbeit mit der Gemeinde verschlechtern? "Ich gehe nicht davon aus. Als Eishockey-Club sind wir auf die von der Gemeinde, den Behörden sowie natürlich vor allem auch von den Stimmbürgern und Steuerzahlern zur Verfügung gestellten Eishalle angewiesen. Aus diesem Grund muss man Interventionen immer abwägen. Auch war es uns wichtig, nach Annahme der Sanierung durch die Stimmbürger und der Bereinigung unserer finanziellen Altlasten in der Öffentlichkeit nicht 'unverschämt' oder 'unzufrieden' wahrgenommen zu werden." Glauben Sie, dass die Petition vorurteilsfrei geprüft wird und vielleicht doch noch eine für alle stimmige Lösung gefunden wird? "Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen die Petition ernst nehmen und sich Gedanken darüber machen werden. Daher sind wir in dieser Sache positiv gestimmt."


PD, 13. JANUAR 2021